3 nachhaltige Tipps für die Adventszeit

von Jackie

Es ist wieder soweit, die besinnliche Adventszeit ist in vollem Gange. Wir genießen die kuschelige Vorweihnachtszeit und versuchen uns vom Geschenkestress und unsicheren Feiertags-Plänen nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Wenn ich nach draußen zu unseren Müllcontainern schaue, und die rappelvolle Altpapiertonne sehe, weiß ich – auch die Nachbarn setzen dieses Jahr auf Online-Geschenke-Shopping. Wirklich nachhaltig ist das nicht, denke ich mir, und schaue die gestapelten Kartons im Flur an. Aber was kann ich tun, um in der Vorweihnachtszeit möglichst nachhaltig zu leben? Wir haben drei einfache Tipps für euch! 

Tipp 1: Weniger heizen macht einen großen Unterschied

Draußen ist es eisig kalt, die Schneedecke von gestern hat sich von feinem Pulver zu einer festen Eisschicht verwandelt und es riecht nach Rollsplitt und Kamin. Obwohl es bitterkalt ist, haben wir uns nach draußen gewagt und sind froh uns nach einem ausgiebigen Winterspaziergang im kuschligen Wohnzimmer aufzuwärmen. Früher haben wir die Heizung vor dem Rausgehen auf die höchste Stufe hochgedreht, damit es bei unserer Rückkehr schon so richtig warm ist. Doch heute ist das anders, da wir mehr an die Umwelt denken. Dabei ist uns klar geworden, wie wichtig Energiesparen eigentlich ist und dass das Heizen oft den größten Anteil am Energieverbrauch in privaten Haushalten ausmacht. Deshalb steht die Heizung heute nicht mehr auf Stufe 5, sondern höchstens irgendwo zwischen Stufe 2 und Stufe 3. In Grad gemessen wäre das irgendwas zwischen 16 und 20 Grad Celsius. Und das macht tatsächlich einen enormen Unterschied, denn jedes Grad weniger reduziert den CO2-Ausstoß und senkt obendrein auch unsere Heizkostenrechnung. Viel kälter sollte es aber dauerhaft nicht sein, da sonst die Schimmelgefahr steigt. 

Statt einer Innentemperatur von 26 Grad gibt es diesen Winter also öfter mal den Zwiebel-Look. Das heißt, wir schichten einfach mehrere Lagen Kleidung (und Decken) übereinander bis uns nicht mehr kalt ist. Wenn man sich viel Mühe gibt, kann das sogar ziemlich schick aussehen, zumindest will einem das so manches Modemagazin erzählen. Ob ich mit meiner Jogginghose über der Leggins, dem dicken Wollpullover unter dem Bademantel und meinem 5 Quadratmeter großen Schal wirklich im Trend liege, wage ich zu bezweifeln – aber darauf kommt es mir Zuhause ja auch nicht an. 

Einfach mal wärmer anziehen. Es ist so simpel und so naheliegend und ich frage mich, warum ich da nicht früher drauf gekommen bin. Immerhin denke ich jetzt darüber nach und kann mich freuen, dass ich es dieses Jahr vielleicht sogar wirklich mal schaffe, alle meine Winterpullover zu tragen. Gleichzeitig. 

Tipp 2: Planung beim Plätzchenbacken

Zimtsterne, Kokosmakronen, Lebkuchen, Spitzbuben und diese komischen runden Dinger mit dem roten Klecks in der Mitte. Lecker! Gemeinsam mit dem himmlischen Duft nach frischem Gebäck ziehen noch ein paar weitere Dinge in meine Wohnung ein: Jeweils eine angebrochene Tüte gemahlene Mandeln, Haselnüsse und Kokosraspel, ein offenes Glas Hagebuttenmarmelade und eine dreiviertel Tafel Zartbitter-Kuvertüre. Klasse. Da stehen sie jetzt im Schrank und sehen mich jedes Mal vorwurfsvoll an, wenn ich die Tür aufmache. Und das werden sie auch noch die nächsten 12 Monate tun. Bis ich nächstes Jahr beschließe, wieder zu backen und dann feststelle, dass sie alle ranzig geworden sind. Um dem alljährlichen Zutatenreste-Chaos zu entrinnen, habe ich mir dieses Jahr vorgenommen, besser zu planen. 

Dabei gibt es im Prinzip zwei einfache Ansätze:

  • Möglichst wenige verschiedene Rezepte backen bzw. vorher sicherstellen, dass sich die Zutaten weitgehend überschneiden. So vermeiden wir, dass wir später viele verschiedene Zutaten übrig haben. 
  • Rezepte so multiplizieren, dass möglichst ganze Einheiten verbraucht werden. Im Zweifelsfall habe ich lieber eine halbe Packung Margarine übrig als 150 Gramm Kokosraspeln, denn mit der Margarine werde ich schneller fertig. 

Dieses Vorgehen braucht natürlich guter Vorbereitung und eine gewisse Kenntnis der Packungsgrößen im örtlichen Supermarkt. Aber die Planung lohnt sich, denn wir haben später beim Einkaufen weniger Artikel auf dem Einkaufszettel stehen und somit auch weniger Stress. Wer es noch ein bisschen besser machen will, geht vor dem Supermarkt noch beim Unverpacktladen vorbei und besorgt dort alles, was verfügbar ist, genau in der Menge, die benötigt wird. 

Falls doch einmal Reste übrig bleiben, versuchen wir diese so schnell wie möglich zu verbrauchen, damit sie nicht schlecht werden. Dafür finden sich im Netz einige Webseiten, bei denen man Rezepte gezielt nach Zutaten auswählen kann. Dazu einfach mal die Suchanfrage „Reste verwerten Rezepte“ losschicken. 

Tipp 3: Geschenke clever verpacken

Wer saß nicht schon mal unterm Weihnachtsbaum, umringt von Geschenkpapier-Bergen, und dachte sich „wie schade um das schöne Papier“? Und es ist wirklich schade, dass Papier extra hergestellt, verpackt, transportiert und von uns gekauft wird, damit es dann oft nur ein paar Stunden, höchstens ein paar Tage verwendet wird. Natürlich ist es toll, nicht gleich zu verraten, was verschenkt wird. Die Vorfreude und Neugier werden durch eine Geschenkverpackung enorm gesteigert. Erst denk ich mir „Oh toll, ein Geschenk! Was da wohl drin ist?“, dann halte ich es in der Hand und rate im Kopf vor mich hin, was es sein könnte und dann erst packe ich es aus und erfahre was es wirklich ist. Dafür braucht es aber kein Hochglanz-Geschenkpapier mit Rentier-Motiv. Hier kommen drei nachhaltige Ideen, um Geschenkpapier-Berge zu vermeiden.

  1. Geschenktüten verwenden, die kann man danach einfach zusammenfalten und im nächsten Jahr wieder auspacken. Wir haben in unserer Familie circa 10 Geschenktüten mit Weihnachtsmotiven, die seit Jahren hin und her wandern. Es gibt übrigens auch super schöne Jute-Säckchen mit Weihnachts-Print. Die sehen nicht nur klasse aus, sondern sind nochmal um einiges nachhaltiger, weil sie aus natürlichem Material bestehen und quasi ewig halten.
  2. Geschenke in Stoff einschlagen. Stoffe haben den großen Vorteil, dass sie beim Auspacken nicht reißen und kaputt gehen, sie sind einfach sehr viel robuster als Papier. Kleinere Geschenke können wir auch prima in Haushalts-Textilien einpacken, die so einen Mehrfachnutzen haben. Zum Beispiel in ein schönes Geschirrtuch, ein Handtuch oder in einen Waschlappen. Bestenfalls sollten die Tücher neu und gewaschen sein, sodass sie von der beschenkten Person einfach weiterverwendet werden können.
  3. Altpapier wiederverwenden. Das heißt zum einen, dass wir die Geschenkpapier-Reste, die vom Auspacken nicht total zerfleddert sind, einfach bis zum nächsten Jahr aufheben und wiederverwenden können. (Oma wäre an dieser Stelle sehr stolz auf mich.) Zum anderen können wir auch alte Zeitungen und Zeitschriften verwenden. Falls ihr mal ein Buch haben solltet, das wirklich keine andere Möglichkeit hat, als im Müll zu landen, dann reist die Seiten stattdessen raus und packt Geschenke damit ein. Bei Zeitungs- und Buchseiten solltet ihr auf jeden Fall aufpassen, dass kein merkwürdiger Kontext entsteht. Also einfach mal kurz querlesen, ob ihr der Oma da gerade eine Liebesszene um ihren neuen Hut wickelt oder gar die Seite mit den Traueranzeigen. Das wäre vielleicht unpassend. Falls euch die Geschenke zu langweilig aussehen, könnt ihr das Zeitungspapier prima aufwerten, indem ihr einzelne Wörter markiert, mit Stempeln Motive drauf macht oder mit Zweigen und schönen Geschenkbändern arbeitet. Drei schöne Ideen für Zeitungspapier-Geschenke findet ihr im nachfolgenden Video.  

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Claudia Braunstein
7 Monate zuvor

Hallo Jackie, bezüglich der Lebensmittel für Kekse gibt es eine ganz einfache Lösung. Aus all den übriggebliebenen Zutaten lassen sich sehr gut Becherkuchen backen, und so erspart man sich die aufwändige Herumrechnerei. Liebe Grüße Claudia

Katja Wegener
Admin
6 Monate zuvor

Liebe Claudia,
das klingt perfekt 🙂 Danke für den super Tipp. Was backen und kochen anbelangt bist Du eben die Expertin.
Liebe Grüße
Katja